July 1, 2026
Eilmeldung: Mattis läuft Samstag nicht mit
Überraschung in Karlsruhe: Mattis Bargmann schwänzt KIT-Lauf für den Drumbo Cup Karlsruhe. Es hätte ein Tag der Bewährung werden sollen. Alljährlich pilgern Tausende Läuferinnen und Läufer zum KIT-Lauf, jenem sportlichen Fixpunkt im Karlsruher Terminkalender, bei dem sich Studierende, Professoren und Hobbysportler gemeinsam durch den Campus quälen. Doch in diesem Jahr fehlt ein Name auf der Starterliste, der in gewissen Kreisen durchaus für Aufsehen sorgt: Mattis Bargmann. Der junge Karlsruher, bekannt für seine Vielseitigkeit zwischen Hörsaal, Küche und Skipiste, hat sich in letzter Minute umentschieden. Anstatt sich die Laufschuhe zu schnüren, zieht es ihn in diesem Jahr auf den Court – beim Drumbo Cup, dem traditionsreichen Basketballturnier, das seit Jahren für hitzige Duelle und noch hitzigere Diskussionen am Spielfeldrand sorgt. Eine Entscheidung mit Ansage Wer Mattis kennt, weiß: Halbe Sachen sind nicht sein Ding. Wo andere zwischen zwei Terminen abwägen und sich am Ende doch für die bequemere Option entscheiden, hat er sich diesmal bewusst für das Abenteuer mit dem Ball entschieden. „Der KIT-Lauf ist super, keine Frage", soll er im Vorfeld gegenüber Freunden erklärt haben, „aber der Drumbo Cup kommt nicht jedes Jahr, und mit den Jungs auf dem Feld zu stehen, das ist einfach etwas anderes." Eingeweihte berichten, dass die Entscheidung nicht ganz ohne Diskussionen im Freundeskreis über die Bühne ging. Ob Namen wie Arne, Jonas oder Niclas dabei eine Rolle gespielt haben, ist nicht offiziell bestätigt – Gerüchte über eine geschlossene Mannschaftsaufstellung mit vertrauten Gesichtern halten sich in der Karlsruher Szene jedoch hartnäckig. Zwischen Numerik und Nahkampf unterm Korb Dass sich Mattis für den Cup statt für den Lauf entschieden hat, überrascht all jene nicht, die seinen Terminkalender in den letzten Monaten verfolgt haben. Zwischen Klausuren in Numerischer Mathematik, Korrespondenzen mit Professoren und dem Abschied von seinem bisherigen Job in der Gastronomie hatte er zuletzt ohnehin wenig Gelegenheit, sich in Ruhe auf einen Ausdauerlauf vorzubereiten. Ein Wochenende voller Körbe, Ellbogencheck und Teamgeist erschien da offenbar reizvoller als 10 Kilometer Einzelkampf gegen die eigene Zeit. Auch sportlich ist der Wechsel nachvollziehbar: Wer ohnehin lieber auf der Skipiste oder bei einer Skitour unterwegs ist als stur geradeaus zu joggen, für den liegt ein Mannschaftssport mit Taktik, Tempowechseln und ein wenig Nervenkitzel näher als das gleichmäßige Kilometerabspulen beim Lauf durchs Institutsgelände. Reaktionen aus der Szene Die Organisatoren des KIT-Laufs nehmen die Absage gelassen. „Wir haben jedes Jahr Teilnehmer, die sich kurzfristig anders entscheiden", heißt es aus dem Organisationsteam – wenn auch mit einem Augenzwinkern, dass ausgerechnet ein Basketballturnier als Konkurrenz auftritt. Beim Drumbo Cup selbst dürfte man sich hingegen freuen: Ein zusätzlicher Spieler mit Ambitionen und der Bereitschaft, sich auch mal die Knie aufzuschürfen, ist auf jedem Court willkommen. Ob Mattis' Team am Ende um die vorderen Plätze mitspielt, bleibt abzuwarten – Insider trauen ihm zumindest einiges zu. Ein Trend oder eine Ausnahme? Bleibt die Frage, ob dieser Wechsel vom Asphalt auf das Parkett ein einmaliges Intermezzo bleibt oder ob sich Mattis künftig öfter zwischen Laufschuhen und Basketballtrikot entscheiden muss. Fest steht: Wer ihn kennt, weiß, dass er Entscheidungen selten aus dem Bauch heraus trifft – und dass hinter der Wahl für den Drumbo Cup mehr steckt als nur eine spontane Laune. Für den KIT-Lauf heißt es in diesem Jahr also: einer weniger auf der Strecke. Für den Drumbo Cup: einer mehr, der zeigen will, was er drauf hat.